Coenzym Q10 verringert die Sterblichkeit bei Herzinsuffizienz

Coenzym Q10 ist eine alte Bezeichnung für das heute genutzte Wort „Ubichinon-10“. Was sich aber nicht geändert zu haben scheint, sind die gesundheitlich wertvollen Effekte der Substanz.

Ich hatte bereits ein umfassendes „Portrait“ des Ubichinon-10 gegeben: Coenzym Q10 (Ubiquinon) – Wichtiges Coenzym für Energiegewinnung. Und hier wird auch schnell klar, dass Leben ohne diese Substanz nicht denkbar ist. Kurz: Wir haben es mit einer natürlichen Substanz zu tun, die der Organismus selbst herstellt. Das muss aber nicht notwendigerweise heißen, dass wir unserem Organismus nicht auch ein wenig durch eine dosierte Supplementierung dabei helfen können.

Welchen Einfluss eine Supplementierung haben kann, das habe ich vor circa 3 Jahren schon beschrieben: Selen und Coenzym Q10 verbessern die Herzfunktion und senken das Mortalitätsrisiko. Diese klinische Studie mit 443 Probanden kam zu eindeutigen Ergebnissen für Selen und Ubichinon-10 als Kombination. Umso verstörender ist es, wenn man erfahren muss, dass die ach so hoch gelobten Statine, die angeblich durch die Senkung von Cholesterin „alles ums Herz“ verbessern sollen, auf das Ubichinon-10 einen gegenteiligen Effekt haben. Denn Statine senken Vitamin Q10 Spiegel! Kann es möglich sein, dass die Ergebnisse der Arbeiten, die den Statinen keine so hervorragende Bilanz bescheinigen, auf genau diesem gegenläufigen Effekt beruhen?

Inzwischen gibt es wieder eine klinische Studie zum Ubichinon-10. Und das alleine ist schon bemerkenswert. Denn das Übergewicht der Zahl der Studien zu Statinen im Vergleich zu Studien mit dieser Substanz liegt „signifikant“ auf Seite der Statine. Es scheint gerade so, als wolle man über die wissenschaftliche Schiene ein verkaufsfähiges Produkt „heilig sprechen“. Es erinnert mich in einem anderen Zusammenhang an einen Spruch von Tucholsky über Heine und Kriegerdenkmäler: „Die Zahl der deutschen Kriegerdenkmäler zur Zahl der deutschen Heine-Denkmäler verhält sich hierzulande wie die Macht zum Geist.“ Aber das nur am Rande…

Die Studie wurde im Dezember 2014 veröffentlicht und trägt den Titel: The Effect of Coenzyme Q10 on Morbidity and Mortality in Chronic Heart Failure

Der Titel und die Aufgabenstellung erinnert an die weiter oben zitierte Arbeit mit der Kombination von Selen und Ubichinon-10. Bei der vorliegenden Arbeit wurden 420 Patienten mit mittelschwerer und schwerer chronischen Herzinsuffizienz mit dreimal täglich 100 Milligramm Ubichinon-10 oder einem Plazebo behandelt. Ubichinon-10 oder Plazebo wurden zusätzlich zur Standardtherapie gegeben.

Das Ergebnis: Die zuvor definierten Kurzzeitziele, wie Verbesserung der Herzfunktion, 6-Minuten-Gehtest und Senkung der Insuffizienzmarker nach 16 Wochen, blieben unverändert und unterschieden sich nicht zur Placebogruppe.

Die Langzeitziele dagegen sahen signifikant besser aus. In der Placebogruppe traten in einem Zeitraum von 2 Jahren bei 26 Prozent der Patienten schwerwiegende kardiale Komplikationen auf. In der Verumgruppe betrug die Rate 15 Prozent. Sekundäre Studienziele nach 2 Jahren fielen in der Verumgruppe ebenfalls deutlich besser aus als in der Plazebogruppe. Die kardiovaskuläre Mortalität betrug in der Verumgruppe 9 Prozent, in der Plazebogruppe 16 Prozent; allgemeine Mortalität 10 gegenüber 18 Prozent; und die Häufigkeit von Krankenhausaufenthalten wegen Herzinsuffizienz war in der Verumgruppe deutlich geringer. Des Weiteren war die Herzfunktion in der Verumgruppe nach 2 Jahren signifikant verbessert.

Schlussfolgerung der Autoren: Eine Langzeittherapie mit Ubichinon-10 von Patienten mit chronischer Herzinsuffizienz ist sicher, verbessert die Symptomatik und reduziert schwere kardiale Komplikationen, inklusive Mortalität.

Fazit

Ich bin froh, dass es solche Arbeiten gibt, die sich mit dem Geist und Sinn einer natürlichen Substanz beschäftigen, im Gegensatz zu den unzähligen, mit Macht finanzierten Studien, deren interessiertes Ziel es meist ist, fragwürdige Chemie an den Mann zu bringen.

Datum: Montag, 4. Mai 2015 20:01
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Ein Kommentar

  1. 1

    Mein Mann (80 Jahre) leidet seit dem Einsatz eines Defis vor 5 Wochen unter starkem Schwindel und Taubheitsgefühl in den Beinen. Vermutlich ist die tägl. Therapie von 1/2 Carvedilol 3,125, 2×1 (ab morgen 1×1) Amiohexal 200, 1 Rekawan 600, 1 Torasemid 10, 1 Acetyl acis 0,2 mg, 1/2 Spironolacton 50, 1 Xarelto 20 mg dafür verant-wortlich. Meine Frage: Kann Q10 und Selen zusätzlich eingesetzt werden. Vielleicht haben Sie mir dazu einen Rat. Ich wäre Ihnen sehr, sehr dankbar für Ihre Antwort!
    Viele Grüße – Helga Vogler

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