Kontrolle der Nahrungsergänzungsmittel – Stellungnahme zum ARD Beitrag

In einem Beitrag der im ersten deutschen Fernsehen (ARD) [1] am 9. September 2019 ausgestrahlt wurde mit den sogenannten Nahrungsergänzungsmitteln „ordentlich“ abgerechnet.

Zahlreiche Leserinnen und Leser waren relativ entsetzt, was dort zum Besten gegeben wurde und baten mich um eine Stellungnahme.

Beim sehen des ca. 30-minütigen Beitrags gewann man den Eindruck, dass wir es bei den Nahrungsergänzungsmitteln urplötzlich all die Eigenschaften zu spüren bekommen, die wir sonst nur von den Produkten der Pharmaindustrie kennen. Schlimmer noch – Nahrungsergänzungsmittel scheinen das Übelste zu sein, was man sich vorstellen kann. Aber eines nach dem anderen.

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Kritische Zusatzstoffe in Nahrungsergänzungsmitteln

Chemiker an einem Tank

Da glaubt der Mensch, dass er gesünder lebt, wenn er auf die „Segnungen“ der Pharmaindustrie verzichtet und statt dessen häufiger zu Nahrungsergänzungsmitteln greift.

Aber wie es aussieht, macht die Nahrungsergänzungsmittelindustrie genau da weiter, wo die Pharmaindustrie schon lange angekommen ist:

Die Tabletten, Kapseln etc. enthalten all die Füllmittel und Verlaufmittel, die auch in ganz „normalen“ Medikamenten zur Anwendung kommen, und deren Sinn oder Un-Sinn für den Organismus man nur schwer abschätzen kann.

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Cholesterin-Medikamente: Statine verursachen Muskelschmerzen

Statine sind Medikamente zur Cholesterin-Senkung. Die medizinisch „CSE-Hemmer“ genannten Wirkstoffe blockieren die körpereigene Synthese des Cholesterins und steigern die Aufnahme der LDL-Fraktion in die Zellen. LDL ist eine Transport-Form des Cholesterins im Blut-Serum und bekannt als „schlechtes“ Cholesterin. Damit wäre eigentlich alles gut, wenn es nicht gravierende Probleme mit genau dieser Medikamentengruppe gäbe.

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Soll man nach Antibiotika Probiotika nehmen – zum „Darmaufbau“?

Darmflora - Probiotika und deren Bezug zum Darm

Was Antibiotika sind wissen Sie sicher: verschreibungspflichtige Medikamente, die der Arzt verordnet, wenn eine Infektion mit Bakterien vorliegt.

Häufig werden sie auch verordnet, wenn nur der Verdacht einer Infektion vorliegt oder aber wenn der Arzt glaubt zu meinen, dass Antibiotika prophylaktisch gegen Infektionen wirken müssten. Und da gehen die Probleme ja schon los!

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Vitamin D und Magnesium

Starke Knochen – was garantiert diese wünschenswerte Eigenschaft? Wenn man der Schulmedizin glauben möchte und wenn man sich das offizielle „Credo“ dazu anschaut, dann kann es sich nur um Kalzium handeln, dass die Gesundheit des Knochenapparats garantiert. Dementsprechend laut ist auch die Werbung für Nahrungsmittel, die nur deswegen so „wertvoll“ sind, weil sie Kalzium enthalten. Milch und seine Werbung reiten auf diesem Thema seit Jahren.

Diese verkürzte Art der Beschreibung des Problems entspricht leider nicht der biologischen Wirklichkeit. Oder mit anderen Worten: Es gibt keinen evidenzbasierten Hinweis, dass Milch und andere kalziumreichen Nahrungsmittel (wenn Milch wirklich so viel mehr Kalzium enthält) alleine eine Osteoporose lindern können. Zweifelhaft ist auch, ob Kalziummangel alleine deren Ursache ist. Vielmehr scheint es so auszusehen, dass diese banalisierende Sicht der Dinge wichtige Komponenten ausklammert.

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Mitochondriale Erkrankungen

Bei einer mitochondrialen Erkrankung, auch Mitochondriopathie genannt, liegt eine Fehlfunktion der Mitochondrien vor. Mitochondrien sind Strukturen in den Körperzellen, die man auch salopp “Kraftwerke” nennt, da sie die Energieproduktion jeder Zelle sicherstellen. Ist diese Energieproduktion gestört, dann gibt es ernste Probleme in der Funktionstüchtigkeit der betroffenen Zelle. Unglücklicherweise sind solche Fehlfunktionen oft genetisch bedingt. Doch auch Chemikalien in Lebensmitteln und Umwelt stören die Biochemie der Zellorganellen.

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Vitamin C verkürzt den Aufenthalt auf der Intensivstation – Aber es interessiert niemanden…

Die Sache mit dem Vitamin C ist eigentlich ein „alter Hut“. Über die Bedeutung des Vitamin C habe ich (eigentlich) hinlänglich berichtet.

Und die Ergebnisse Vitamin C bei einer Sepsis (=Blutvergiftung) einzusetzen, sind so vielversprechend, dass ich es (eigentlich) als unterlassene Hilfeleistung bezeichnen muss, dies nicht bei hochgradigen Sepsis-Patienten anzuwenden. Und wir reden hier ja von nicht weniger als 60.000 Patienten, die jährlich daran sterben! Deswegen sollten Sie sich unbedingt meinen Beitrag dazu „merken“: Vitamin C, Vitamin B1 und Hydrocortison bei Sepsis.

Jetzt fand ich eine weitere Studie[1], diesmal aus Finnland. Ziel dieser Analyse war es, herauszufinden, welchen Einfluss hohe Dosierungen von Vitamin C bei Patienten in Bezug auf Verweildauer auf der Intensivstation und Dauer einer künstlichen Beatmung haben.

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Pseudovitamin B12 – Oder: Der Unsinn mit den B12-Analoga

Das Vitamin B12 (Kobalamin) hat mindestens drei wichtige physiologische Aufgaben[1]: Das Vitamin ist Cofaktor bei der Umwandlung von Homocystein zu Methionin unter Zusatz von Folsäure. Vitamin B12 ist ebenfalls Kofaktor für den Abbau von Fettsäuren, Cholesterin und einigen Aminosäuren. Und es stellt ein notwendiges Koenzym dar für die Blutbildung, das Nervensystem, Zellteilung (DNA-Synthese) und Regeneration.

Vitamin B12 ist primär in tierischen Produkten zu finden, also in Leber, Niere, Eier, Milchprodukte, Fische und Muscheln etc. Damit scheint es relativ schwierig zu sein, den Bedarf an Kobalamin über pflanzliche Produkte zu decken.

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