Lysin ist eine essenzielle Aminosäure, die der Körper nicht selbst herstellen kann und deshalb über die Nahrung aufgenommen werden muss. Sie spielt eine zentrale Rolle im Muskelaufbau, in der Stabilität des Bindegewebes und in der Wundheilung. Wissenschaftlich belegt ist auch ihre antivirale Wirkung gegen Herpes, während ihr Einfluss auf den Blutzucker und die Fettverbrennung noch weiter erforscht wird.
Lysin könnte zudem eine schützende Funktion für die Blutgefäße haben und so der Arteriosklerose entgegenwirken. Doch wie genau wirkt Lysin im Körper, und wann kann eine gezielte Einnahme sinnvoll sein?
Was ist Lysin?
Lysin gehört zu den proteinogenen, basischen Aminosäuren und ist essenziell für zahlreiche biologische Prozesse. Es ist Bestandteil vieler Strukturproteine, darunter Kollagen, das für die Elastizität von Haut, Sehnen und Blutgefäßen sorgt. Zudem ist Lysin an der Bildung von Enzymen, Antikörpern, Hormonen und Transportproteinen beteiligt.
Gute natürliche Quellen sind:
- Fleisch (Schwein, Rind, Huhn) mit bis zu 2.200 mg/100 g
- Fisch (ähnlich hohe Werte wie Fleisch)
- Milchprodukte (Schnittkäse, Joghurt)
- Eier (ca. 900 mg/100 g)
- Hülsenfrüchte (Sojabohnen, Linsen) mit 1.900 mg/100 g
- Getreide (niedrige Mengen, ca. 400 mg/100 g)
Obst und Gemüse enthalten nur geringe Mengen an Lysin, weshalb eine pflanzenbasierte Ernährung auf eine ausreichende Zufuhr von proteinreichen Hülsenfrüchten achten sollte.
Wie wirkt Lysin im Körper?
Lysin ist an zahlreichen Stoffwechselprozessen beteiligt. Besonders hervorzuheben ist seine Rolle im Bindegewebe, Immunsystem und Energiestoffwechsel.
Gut zu wissen: Lysin ist eine der wenigen Aminosäuren, die direkt auf die Funktion der Blutgefäße Einfluss nehmen können. Studien legen nahe, dass Lysin Arteriosklerose vorbeugen kann, indem es die Ablagerung von Lipoprotein a in den Arterien reduziert.
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Zusätzlich hat Lysin folgende Wirkungen:
Studie: Unterstützung von Bindegewebe und Knochen
Lysin ist für die Stabilität von Kollagen und anderen Strukturproteinen unerlässlich. In Studien wurde gezeigt, dass eine lysinreiche Ernährung die Knochendichte verbessern kann, insbesondere in Kombination mit Kalzium (Sinex et al., 1955).
Studie: Herpes-Viren hemmen und das Immunsystem stärken
Lysin kann das Wachstum von Herpes-simplex-Viren verlangsamen. Eine klinische Studie mit 45 Patienten zeigte, dass eine Supplementierung von 1.000 mg Lysin täglich die Häufigkeit und Schwere von Herpesausbrüchen reduzieren konnte (Griffith et al., 1978).
Studie: Energiestoffwechsel und Fettverbrennung optimieren
Lysin ist ein Vorläufer von L-Carnitin, das eine Schlüsselfunktion bei der Fettverbrennung übernimmt. Eine ausreichende Lysin-Zufuhr könnte daher eine Rolle im Energiestoffwechsel und der Gewichtsregulation spielen (Löster, 2003).
Wie wird Lysin am besten eingenommen?
Lysin kann sowohl über die Nahrung als auch über Nahrungsergänzungsmittel aufgenommen werden. Die empfohlene Tagesdosis hängt vom individuellen Bedarf ab:
- Zur allgemeinen Unterstützung des Stoffwechsels: 500–1.000 mg täglich
- Bei Herpes-Infektionen: 1.000–3.000 mg täglich (präventiv oder bei akuten Schüben)
- Zur Förderung der Knochengesundheit und Kalzium-Aufnahme: 1.000–2.000 mg täglich
- Bei sportlicher Belastung oder Muskelaufbau: 1.500–3.000 mg täglich
Wichtig für die Praxis: Lysin sollte vorzugsweise auf nüchternen Magen oder vor den Mahlzeiten eingenommen werden, um die Aufnahme zu optimieren.
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Lysin und seine Rolle in der Gefäßgesundheit
Lysin wird als natürlicher Schutzfaktor gegen Arteriosklerose diskutiert. Es kann die Anheftung von Lipoprotein a an den Arterienwänden verhindern und so die Bildung von Plaques reduzieren. Wissenschaftliche Untersuchungen zeigen, dass Lysin in Kombination mit Vitamin C dazu beitragen könnte, Gefäßablagerungen zu lösen und das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu senken (Rath et al., 1996).
Lysin als Medikamentenverstärker
Lysin wird in der pharmazeutischen Industrie genutzt, um die Wirkung von Medikamenten zu optimieren. Ein Beispiel ist die Kombination mit Ibuprofen, wodurch das Schmerzmittel schneller aufgenommen wird und seine Wirkung früher einsetzt. Dies könnte die Dosierung verringern und Nebenwirkungen minimieren.
Sind Nebenwirkungen oder Risiken bekannt?
Lysin ist in normalen Mengen sicher, doch eine Überdosierung kann Nebenwirkungen verursachen.
Mögliche Nebenwirkungen bei extrem hoher Dosierung (über 10 g täglich) sind:
Gut zu wissen: Da Lysin die Blutgerinnung beeinflussen kann, sollte die Einnahme vor Operationen unterbrochen werden. Auch Schwangere sollten auf hochdosierte Supplemente verzichten.
Fazit – für wen ist Lysin besonders wichtig?
Lysin ist eine essenzielle Aminosäure mit zahlreichen positiven Effekten auf die Muskeln, das Immunsystem, die Gefäße und den Energiestoffwechsel. Besonders profitieren könnten:
- Menschen mit häufigen Herpes-Infektionen
- Personen mit Bindegewebsschwäche oder Osteoporose-Risiko
- Sportler oder Menschen mit hohem körperlichen Bedarf
- Personen mit Arteriosklerose oder Herz-Kreislauf-Risiko
Wer Lysin gezielt einnehmen möchte, kann mit einer Dosierung von 500–3.000 mg täglich beginnen. Besonders in Kombination mit Vitamin C oder Kalzium entfaltet es seine volle Wirkung.
Lysin ist eine gut erforschte, sichere und vielseitige Aminosäure, die eine Schlüsselrolle für Immunsystem, Gefäßgesundheit und Stoffwechsel spielt. Richtig dosiert, kann sie sowohl präventiv als auch therapeutisch eingesetzt werden.
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Beitragsbild: 123rf.com – Vladimir-Soldatov
Dieser Beitrag wurde letztmalig 16.03.2022 aktualisiert.