ADHS – Omega-Fettsäuren statt Psychopharmaka

Zur Behandlung des Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätssyndroms (ADHS) sind Psychopharmaka nicht immer das Mittel der Wahl.

Der Münchner Kinder- und Jugendpsychiater, Klaus Werner Heuschen, setzt auf ein multimodales Behandlungskonzept:

Lediglich jeder vierte ADHS-Patient in seiner Praxis wird mit Psychopharmaka behandelt. Neben Verhaltenstherapien und Intensiv-Workshops zur Elternschulung, setzt Heuschen auf Nahrungsergänzungspräparate mit Omega-3/6-Fettsäuren. Generell kann jeder ADHS-Patient von der Nahrungsergänzung mit Omega-3/6-Fettsäuren (siehe unter Fettsäuren) profitieren. Aus der Praxiserfahrung des Psychiaters sprechen ca. 40% seiner Patienten auf die Behandlung an, die je nach Schweregrad der Erkrankung die Gabe von Psychopharmaka ersetzen kann.

Die „Oxford-Durham-Studie“ untermauert diese Beobachtung mit wissenschaftlichen Fakten. Laut dieser Studie haben hyperaktive Kinder eine besonders niedrige Konzentration von mehrfach ungesättigten Fettsäuren im Blut. An der „Oxford-Durham-Studie“ waren 117 Kinder zischen 7 und 12 Jahren beteiligt. Über einen Zeitraum von drei Monaten erhielten sie ein Kombinationspräparat aus Omega-3-Fettsäuren und Omega-6-Fettsäuren bzw. ein Placebo. Nach Ende der Behandlung wurden nur noch 23% der Kinder klinisch auffällig. Die jeweiligen Lehrer bescheinigten ihren Schülern einen deutlichen Rückgang der ADHS-Symptomatik. Die Lese- und Rechtschreibleistung verbesserte sich, aggressive Verhaltensauffälligkeiten gingen zurück. Auf soziale und motorische Probleme blieb die Behandlung ohne Einfluss. Für die Beurteilung der Verbesserungen wurde die medizinisch anerkannte globale ADHS-Skala herangezogen.

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René Gräber

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4 Kommentare Kommentar hinzufügen

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    Vocho Küller

    3. Februar 2011 um 17:17

    An sich ist das ne positive Sache, ich frag mich nur, ob dies langfristig machbar bleibt.

  2. Avatar
    Konrad Schäfer

    23. März 2011 um 06:52

    Hochinteressant! Die Natur hat einfach für alles eine Lösung parat. Omega 3 ist ja wirklich so vielseitig wirksam, Herz, Kreislauf, Psyche, Haut. Meiner Meinung nach hätte hier vermutlich auch ein reines Omega 3-Präparatu ausgereicht, Omega 6 nehmen wir über die tägliche Ernährung schon genügend auf. Inzwischen gibt es sogar Omega 3-angereicherte Lebensmittel (functional food). Ich kann nur sagen: Spannendes Thema!

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    Mein Sohn 10Jahre ist mit ADHS diagnostiziert seit letztem Sommer. Wir haben die Omega3 IQ Therapie ein halbes Jahr durchgezogen. Leider hat es nicht die gewünschte Wirkung gezeigt. Wir sind auch parallel noch, seit ca. 3Monaten mit Neurofeedback am therapieren, dies mit einem Teilerfolg. Ernährungsberatung haben wir auch schon hinter uns, auch das ohne grössere Erfolge. Nun sind wir an dem Punkt angekommen, da es auch keinen Platz an der Sonderschule für ihn gibt, dass wir nun doch die Medikation ausprobieren werden. Der Leidensdruck aller Beteiligten, speziell der meines Sohnes wird einfach zu gross und mir gehen die Ideen aus… Leider. Vielleicht hat hier ja noch jemand einen hilfreichen und seriösen Tip.
    Herzlichen Dank im Voraus.

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    Hallo Jeanette, haben Sie schon eine Kryptopyrrolurie (KPU/HPU) in Erwägung gezogen. Diese Stoffwechselstörung, die ADS und ADHS zur Folge haben kann, wird mit Mikronährstoffkombinationen behandelt, die im Mangel sind. KPU-Berlin ist eine gute Informationsquelle.

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