Tyrosin fördert kreatives Denken

Tyrosin ist eine nicht essentielle Aminosäure. Das heißt, dass der Organismus in der Lage ist, diese Aminosäure selbst herzustellen. Sie ist insofern eine besonders wichtige Aminosäure, da sie ein zentraler „Baustein“ für fast alle Proteine darstellt. Und die Proteine, die einen Einfluss auf die Signalübertragung im Nervensystem haben, sind besonders abhängig von Tyrosin.

Mehr zu der Aminosäure L-Tyrosin und ihren Eigenschaften habe ich übrigens unter Aminosäure Tyrosin: Anwendung, Wirkung und Nutzen beschrieben.

Unlängst wurde eine Studie veröffentlicht, die sich mit Tyrosin und seinem Einfluss auf kreatives Denken beschäftigt hat. Man sagt Steve Jobs nach, dass er tyrosinreiche Nahrungsmittel bevorzugt gegessen habe, da er sich dadurch besser konzentrieren konnte. Und wie es aussieht, war das nicht vollkommen falsch.

Dr. Lorenza Colzato von der Universität Leiden und ihr Team zeigten in einem Test, dass Teilnehmer, die einen tyrosinreichen Orangensaft bekommen hatten, bessere Fähigkeiten beim Lösen von Rätseln zeigten als die, die ein Placebo bekommen hatten. Laut Dr. Colzato stellen tyrosinreiche Nahrungsmittel und Nahrungsergänzungsmittel eine gesunde und preiswerte Möglichkeit dar, kreativer zu denken. Zum Beispiel Studenten vor einem Examen können von einem gesteigerten Tyrosinkonsum profitieren. Somit können bestimmte Nahrungsmittel dabei helfen, bei kreativ arbeitenden Menschen mentale Hürden zu beseitigen. Dr. Colzato zitiert hier Steve Jobs. Sie sagt: „Schauen wir zum Beispiel auf den ehemaligen Boss von Apple, Steve Jobs. Er war einer der kreativsten Denker unserer Zeit. Er hat oft angegeben, dass seine Früchtediät die Basis seines Erfolgs darstellte. Und da Früchte allgemein reich an Tyrosin sind, kann man diese Vermutung nicht als allzu versponnen bezeichnen“.

In der Studie Food for creativity: tyrosine promotes deep thinking untersuchte Dr. Colzato 32 Teilnehmer bei zwei getrennten Gelegenheiten. Jedes Mal wurden die Probanden mit Orangensaft versorgt. Beim ersten Mal bekamen sie einen Orangensaft mit 2 Gramm Tyrosin, bei zweiten Mal einen O-Saft mit Placebo. Die Teilnehmer sollten danach eine Reihe von Rätseln lösen, die zwei verschiedene Arten von kreativer Problemlösung erforderten: divergentes und konvergentes Denken.

Divergentes Denken, das viele neue Ideen generieren kann, wird durch eine spezifische Methode getestet, wobei der Proband für ein Objekt so viele Anwendungsbereiche finden muss, wie nur eben möglich. Zum Beispiel einen Kugelschreiber.

Konvergentes Denken dagegen ist ein Prozess, bei dem eine mögliche Lösung für ein spezifisches Problem gesucht wird. Hierfür wird langes und tiefgreifendes Denken gefordert. Bei der Messung werden dem Proband drei miteinander nicht in Bezug stehende Worte genannt, zum Beispiel „Zeit“, „Haar“ und „dehnen“. Die Kandidaten werden dann aufgefordert, für diese drei Worte eine gemeinsame Charakteristik zu benennen, die in diesem Fall „lang“ wäre.

Bei der Auswertung der Tests zeigte sich, dass die Teilnehmer nach Tyrosineinnahme bessere Ergebnisse beim konvergenten Denken erzielten als unter Placebo. Dr. Colzato erklärt dies damit, dass konvergentes Denken anscheinend kontrollaufwändiger ist als divergentes Denken und damit mehr „Brennstoff“ benötigt. Die Ergebnisse für das divergente Denken zeigten keine Unterschiede vor und nach Tyrosingabe.

Fazit der Autoren: Die Nahrungsmittel, die wir zu uns nehmen, machen uns zu dem, was wir sind („Man ist, was man isst“). Diese Nahrungsmittel sind in der Lage, kognitives Denken zu verbessern und somit die Interaktionen mit der realen Welt zu beeinflussen. Speziell die Supplementierung mit Tyrosin fördert konvergentes Denken auf eine sehr preiswerte, effiziente und gesunde Art und Weise, was die Vermutung nahe legt, dass Steve Jobs mit seiner Behauptung, dass seine Früchtediät für seinen Erfolg verantwortlich sei, goldrichtig gelegen hat.

Fazit

Wenn die Nahrung und deren Inhaltsstoffe einen so entscheidenden Einfluss auf unsere Fähigkeit zu Denken haben, dann sehe ich schwarz für unsere Gesellschaft, die sich mehr und mehr auf industrielles „Futter“ einlassen muss. Dumm durch Energy Drinks, Kaffee & Cola? Riskanter Kick – vor allem für Jugendliche wäre hier nur ein Beispiel für die Verdummung durchs Fressen.

Datum: Freitag, 5. Dezember 2014 21:49
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Ein Kommentar

  1. 1

    Es ist erschreckend wenn man sieht wie sich viele ernähren.

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