Naturheilmittel Nattokinase soll Blutgerinnung verhindern

Blutungsrisiko unter Nattokinase (DR. HITTICH NATTOPLASMIN) plus Phenprocoumon (MARCUMAR u.a.)
Das Naturheilmittel Nattokinase soll die Neigung zur Blutgerinnung vermindern. Verschiedene Hersteller bewerben das Medikament sogar mit dem Versprechen, dass es auch vorhandene Blutgerinnsel auflösen kann. Nehmen Patienten zusätzlich andere Gerinnungshemmer wie Aspirin oder Marcumar, kann das aber gefährlich werden.

In zwei Fällen ist es nach der Einnahme einer solchen Doppelmedikation zu Komplikationen gekommen. Bei einem 86-jährigen Herzpatienten schnellte der INR-Wert (Maß der Blutgerinnung) in bedenkliche Höhen. Eine 52-jährige Frau bekam nach Aspirin und Nattokinase sogar Hirnblutungen (belegt durch Chang, Inter. Med., 2008).

Die Hersteller des Enzyms aus fermentierten Sojabohnen verstoßen angeblich auch gegen EU-Recht. Denn Nattokinase ist eigentlich ein Nahrungsergänzungsmittel und wird mit falschen „Heilversprechen“ angepriesen. Außerdem liegt kein sogenannter „Health Claim“ der europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit vor. Somit dürfte das Naturheilmittel in der EU angeblich auch gar nicht verkauft werden. Ich kann diesen Sachverhalt hier nicht weiter beurteilen – aber wenn ich mir so die letzten 10 Jahre Lobbyarbeit des Pharmakartells ansehe, könnte man den Verdacht haben, dass natürliche Mittel aus dem Markt gedrängt werden sollen.

„Bestenfalls ist Nattokinase jedoch wirkungslos, da Nattokinase als enzymatisches Eiweiß ohnehin verdaut wird und dann keinen pharmakologischen Effekt mehr haben dürfte“ – so wird teilweise auch argumentiert. Komisch nur, dass man dennoch vor der Kombination von Nattokinase und weiteren Gerinnungshemmern warnt.

Es ist zwar richtig, dass es nicht sehr viele Studien zur Nattokinase gibt, aber eine, die sich auf kardiovaskuläre Erkrankungen bezieht, hat zeigen können, dass Nattokinase nicht so schlecht abschneidet, wie die Schulmedizin es darstellen will. Zudem ist die Studie ein weiterer Beleg, dass positiv ausfallende Studien zu nicht pharmakophilen Themen und Substanzen von der Schulmedizin bewusst übersehen werden. Mehr dazu lesen Sie in meinem Grundsatzbeitrag mit Studien zur Nattokinase.

Datum: Sonntag, 3. April 2011 23:57
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8 Kommentare

  1. 1

    Hallo Herr Gräber,

    zum Thema Soja habe ich eine Frage. Soja ist Omega 6 haltig und enthält Aminosäuren die katabolisch, also Stickstoff und Harsäure fördernd sind nach Dr. Moretti.. Diese Aminos erzeugen zwar Energie sind aber für den Zellaufbau, wenn nicht alle 8 Aminosäuren vorhanden sind nicht nützlich.
    Dadurch haben meiner Meining nach natürliche Stoffe eine wesentlich breitere Wirkung auf den Körper als Medikmente, die sehr zielgerichtet auf eine spezielle Krankheit hin entwickelt und freigegeben sind.
    Also Nahrungsergänzungsmittel sind mit viel Vorsicht zu betrachten und individuell sehr kritisch zu sehen.

    MfG
    Heinz Stebe

  2. 2

    Ich würde mich sehr freuen, wenn Sie mir ein gutes und zertifiziertes Nattokinase-Präparat empfehlen könnten, daß man auch teilen kann, da ich bei Dosierungen immer zu hoch liege. Vielen dank.
    S. Erdmann-Standow

    Antwort René Gräber:
    Das ist eine Frage, deren Antwort sicherlich viele Leser interessiert. Ich bin dabei einen Report zu Alternativen Gerinnungshemmern zu verfassen, in dem ich auch auf einzelne Mittel eingehen will.

  3. 3

    Hallo Herr Gräber,
    mein Kardiologe hat bei mir „Vorhofflimmern“ festgestellt. Xarelto hat mir der Kaidiologe verschrieben. nach vier Wochen soll dann im Krankenhaus unter Narkose eine Elektroschockthraoie durchgeführt werden. Darf ich anstelle des Medikaments Xarelto Nattokinase verwenden? Welches Nattokinase Produkt muss ich dann bestellen und wie hoch muss die Dosierung sein?
    Viele Fragen, freue mich auf Ihre Antwort.

    Mit freundlichen Grüßen Lutz Hancke

  4. 4

    Herr Gräber, ich habe die selbe Frage wie Herr Hancke und bitte Sie um eine Antwort,
    ob ich Xarelto – gegen Vorhofflimmern- und als Blutverdünner- auf Nattokinase wechseln sollte. Bin fast schon überzeugt, aber ein Rat wäre sehr angenehm. Vielen Dank.

    Antwort René Gräber:
    Zu Xarelto hatte ich ja bereits geschrieben: http://www.yamedo.de/blog/xarelto-2014/
    Die Nattokinase als alleiniger „Erasatz“ reicht m.E. auf keinen Fall. Da ist schon mehr gefragt. Ich habe versucht im Beitrag: http://www.symptome.ch/blog/blut-gerinnungshemmer-alternativen/
    mehr dazu zu schreiben. Auf jeden Fall sollten sie eine Umstellung mit Ihrem Therapeuten besprechen.

  5. Marlene Schreiber
    Montag, 20. März 2017 21:47
    5

    Hallo Herr Gräber,
    Ich möchte so gerne von Marcumar weg kommen.
    Habe gelesen, dass man jeden Tag halben bis einen Teelöffel Kurkuma mit etwas Kokosoel nehmen soll
    Liebe Grüsse
    Marlene

    Antwort der Redaktion:
    Hallo Marlene,
    vielleicht hilft es Ihnen weiter wenn Sie die Alternativen zu Marcuma mit den Nutzern unseres
    http://www.yamedo.de/forum besprechen.
    Viele Grüsse

  6. Dirk Mengeringhausen
    Samstag, 1. April 2017 5:46
    6

    Nattokinase beeinhaltet doch nicht Vitamin K1, sondern Vitamin K2! Wohl nicht nur (?) bei mir besteht bei (der im Übrigen sehr notwendigen) Einnahme von Vitamin K2 keinerlei Einfluss auf die Blutgerinnung!
    Bei (verantwortungsvollen) Marcumar Patienten wird im Übrigen doch regelmäßig der INR Wert kontrolliert, so dass ein „Hochschnellen“ doch recht schnell festgestellt werden kann.

  7. 7

    Meine rechte Halsschlagader ist 90 % zu. Da aber eine OP ebenso gefährlich ist wie ohne OP und ich tgl. 50 mg Thrombo Ass zur Butverdünnung nehme, würde ich gerne auf ein natürliches Blutverdünnungsmittel wechseln. Können Sie mir Nattokinase empfehlen und in welcher Dosierung? Ich nehme auch Vit. C, Vit.B Complex, Vit. D3,sowie OPC, L-Arginin und Magnesium. (Brauche ich auch zusätzlich Vit. K2 ?)
    Ich bin 164cm groß, wiege 60 kg und habe trotz meiner 76 Jahre ein zufriedenstellendes Blutbild. Erbitte Ihre kostenlose Antwort.

  8. 8

    Hallo Herr Gräber,
    seit Mrz 17 nehme ich 2 Blutverdünner (Clopidogrel u. Eliquis)beningt durch eine Ablation und 2 Stents.
    Eliquis ist nur bis September einzunehmen, Colopidogrel für immer.
    Das möchte ich nicht! Auch dieses möchte ich absetzen. Alle warnen davor.
    Ich bin 54J., schlank, 71KG bei 173cm, rauche nicht, habe meinen sportlichen ausgleich, und achte auf gesunde Ernährung. Noch vor der OP hatte ich 100% Sauerstoff. Alle Werte waren topp. Aber 95% Stenose. Jetzt mit den Nebenwirkungen habe ich Probleme, die ich vorher nicht hatte!!! Daher die Überlegung völlig darauf zu verzichten. Seit April habe ich von einem Kardiologen Strophanthin verschrieben bekommen, um das Herz zu unterstüzen und zu entsäuern.
    Reicht dass auch aus statt Blutverdünner oder wäre Nattokinase eine Alternative? Der Kardiologe kennt sich nicht damit aus und würde aus seiner Sicht bei Clopidogrel bleiben.
    Ich dachte immer gut trinken (Wasser 2,5-3Li p.Tag) würde auch dazu beitragen.
    Freue mich über eine Rückmeldung.

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