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Vitamin B und Magnesium bei Schmerzen

Informationen aus der Naturheilpraxis von René Gräber

René Gräber

Schmerzen sind ein Alarmsignal des Körpers, das nicht ignoriert werden sollte. Der Ursache eines Schmerzes sollte immer auf den Grund gegangen werden.

Sind Schmerzen schließlich zu einem chronischen Empfinden geworden, geht deren Alarmfunktion verloren. Und durch den ständigen Schmerzreiz bildet sich ein so genanntes "Schmerzgedächtnis" aus - so jedenfalls eine gängige Theorie.

Insgesamt reagiert der Körper dann empfindlicher, die Schmerzschwelle sinkt. Dies führt dazu, dass der Schmerz allein dann nicht mehr bloß ein Symptom, sondern selbst eine "Krankheit" geworden ist, die therapeutischer Hilfe bedarf.

Eine wirksame Therapie ist dabei die Behandlung mit Vitalstoffen. B-Vitamine und Magnesium beeinflussen die Schmerzwahrnehmung und Schmerzverarbeitung bei chronischen Schmerzen, die häufig ohne eine tatsächliche körperliche Ursache auftreten.

Dies ist der Fall bei Rückenschmerzen, Kopfschmerzen oder gar Migräne, Arthritis und Arthrose, durch Tumore verursachten Schmerzen, Fibromyalgie, Gürtelrose oder Nervenschäden (z.B. Polyneuropathien).

Hervorzuheben sind unter den bewährten Vitalstoffen die B-Vitamine. Während das Vitamin B1 bei der Energieversorgung der Nervenzellen eine wichtige Rolle spielt, sind Vitamin B6 und Vitamin B12 am Aufbau der Schutzhüllen um die Nervenfasern und an der Produktion körpereigener schmerzhemmender Substanzen beteiligt.

Forscher an der Universität Gießen konnten an einer kleinen Gruppe von Probanden zeigen, dass die Gabe einer Vorstufe des Vitamins B1 bei Polyneurophatien die stechenden Schmerzen in den Füßen hervorragend lindern kann (www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/18473286).

Eine andere Studie an Personen mit Rückenschmerzen zeigte, dass die Gabe von Vitamin B1, B6 und B12 (zusätzlich zu üblichen Schmerzmitteln), das Leiden bereits nach zwei Wochen wesentlich stärker verringern könnte, als die alleinige Einnahme der Medikamente (www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/2138684).

Unter anderem beim Karpaltunnelsyndrom, das von starken Schmerzen in der Hand begleitet wird, hat sich die Gabe von Vitamin B6 bewährt (www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/24312849).

Darüber hinaus eignet sich auch Magnesium zur Schmerzbehandlung. Ein Mangel an Magnesium hat unter anderem Kopfschmerzen, aber auch quälende Muskelkrämpfe zur Folge. Dieser Vitalstoff wirkt daher besonders gut bei allem bei Menstruationsbeschwerden, Kopfschmerzen oder Migräne (unter anderem in www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/19621856 und www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/11918431). Zwar tritt die Wirkung erst nach bis zu zwei Monaten ein, aber bei einer regelmäßigen Einnahme sinkt die Neigung zu Schmerzattacken erheblich.

Magnesiumsulfat wird in der Medizin häufig benutzt, um Schmerzen zu lindern. So  hat sich dieses Magnesiumsalz zur Vorbeugung von postoperativen Schmerzen bewährt (beispielsweise www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/25904965).

Auch die Homöopathie setzt bei Schmerzen auf Magnesium. Das Schüssler Salz Nummer 7 (Magnesium phosphoricum), hilft dabei vor allem bei krampfartig auftretenden Beschwerden und ist aus meiner Sicht immer einen Versuch wert.

Fazit

Sowohl die oben beschriebenen B-Vitamine als auch der essentielle Mineralstoff Magnesium scheinen sich hervorragend für die Schmerzbekämpfung zu eignen, wobei die einzelnen Vitalstoffe bei verschiedenen Beschwerden unterschiedlich gut helfen. Vor allem bei einem Mangel an einem der Vitamine oder an Magnesium und bei chronischen Schmerzen lohnt es sich, diese Vitalstoffe als Alternative zu handelsüblichen Schmerzmitteln einzusetzen.

 

Dieser Beitrag wurde letztmalig am 26.05.2015 aktualisiert.

 

 

 

 

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